Street Food ist nah, direkt und inspirierend – für Macher, Köche und Gäste

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Essen: emotionales Bindeglied unserer analogen und digitalen Welt

Die fortschreitende Globalisierung drängt uns scheinbar unaufhörlich dazu, immer höher, schneller, weiter zu wachsen – niemals stillzustehen. Noch dazu verändert eine unaufhaltbare Digitalisierung unsere Arbeitswelt und dringt ebenso in unser Privatleben ein. Social Media schafft vermeintlich Nähe zu Familie und Freunden. Ob nun auf Instagram, Facebook oder in der heimischen Küche: Essen verbindet. Schafft sozialen Zusammenhalt. Ist gemeinsamer Sinnstifter, Ideengeber, Motivator. Nahezu ein wärmendes, analoges Bindeglied in einer virtuellen, schnelllebigen Zeit. Und Street Food Events sorgen für Lagerfeuerromantik 2.0 .

Lagerfeuerromantik 2.0: Geselligkeit und Genuss auf dem Street Food Festival

Street Food ist vor aber allem eines: „Back to Basics“ – aber mit Herzblut: Hier treffen entspanntes Flair, gute, nachhaltige Küche und Geselligkeit aufeinander. Hier sitzen Foodies, Einwanderer, Bürohengst, Senior und Gault Millau Kritiker beieinander. Man hat einfach eine entspannte Zeit. Food ist das sozialisierende Zwischenstück – nicht mehr nur eine funktionale, reine Nahrungsaufnahme, sondern eine sinnliche, handwerkliche gut gemachte, schmackhafte und manchmal auch spirituelle Begegnung – zu moderaten Preisen.

Dabei ist Street Food an sich kein neues Phänomen. Und eigentlich auch kein wirklicher Foodtrend oder neue Modeerscheinung, sondern ursprünglich Essen für einfache Arbeiter, die in Massen unkompliziert und schnell ernährt werden mussten. Von den traditionellen Garküchen in China, Indonesien oder Mittelamerika schwappte die Street Food Welle via der Foodtruck-Bewegung in den USA mit seinen multikulturellen Einflüssen schließlich nach Europa über.

„Peace Food“: Street Food verbindet!

Multikulturell ist die Bewegung trotz regionaler Adaption geblieben. Street Food so scheint es, bietet die Chance, scheinbar unüberbrückbare Grenzen zu überwinden und eine kulinarische Brücke zwischen den Küchen und Kulturen zu schaffen: Wo sonst blubbert das ägyptische Nationalgericht Koshari in friedlicher Eintracht neben der israelischen Shakshuka-Pfanne? Eben auf Streetfood Festivals landauf, landab!

Individualität trifft auf Geselligkeit

Eine der größten Vorteile der Street Food Märkte bzw. der verschiedenen Garküchen gegenüber den gesetzten, unflexiblen Menükarten im Restaurant ist die Flexibilität der Macher und das breite Angebot der Speisen. Kunden wünschen sich individuell auf ihren Geschmack – oder auch auf ihre Unverträglichkeiten – zugeschnittene Angebote. Auf Street Food Märkten wird nahezu jede Ernährungsgewohnheit und jeder Gusto bedient. Einzig auf die individuelle „Gourmet-Klasse“ statt eintönige Ess-Masse kommt es hier an!

Street Food ist nah, direkt, inspirierend – für Macher, Köche und Gäste!

Die Street Food Happenings sind für alle Beteiligten inspirierend, nah und direkt: Veranstalter, Macher und Köche spüren die Begeisterung und Freude der Gäste an der hochwertigen kulinarischen Vielfalt und erhalten umgehendes Feedback – oder auch weitere kreative Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu ihren Gerichten. Die Gäste genießen ganz einfach schmackhafte, kulinarische Erlebnisse in geselliger Runde. Diese Food Events sind eben auch ein „kleiner Ersatz“ für die Familie in rasanten, anonymen Zeiten.

Lagerfeuerromantik 2.0: Genuss & Geselligkeit auf dem Street Food Markt!

Street Food Convention

Agora 2.0 – Die SFC Street Food Convention ist der Treffpunkt und die Ideenschmiede der mobilen Esskultur! Foto: NürnbergMesse/Ute Wünsch

Auch die Street Food Veranstaltungsorte erleben eine Renaissance. Brach liegendes Gelände, modernisierte Fabrikhallen oder Marktplätze werden für Street Food-Festivals oder für permanente Food-Stände genutzt und die Umgebung so aufgewertet: So findet zum Beispiel das von Mr Foodtruck, Klaus P. Wünsch, gegründete Foodtruck RoundUp, das zu den Top-Veranstaltungen in ganz Deutschland zählt, mit ca. 15 Trucks und Trailern, regelmäßig direkt auf dem Königsplatz, einem Marktplatz im fränkischen Schwabach statt.„Jede Innenstadt kämpft in der heutigen Zeit um Präsenz und da bietet sich mit einer solchen Veranstaltung natürlich die Möglichkeit, Publikum jeden Alters von der Street Food Szene und natürlich von der Location zu begeistern“, sagt Christian Lehmann, Marktmeister der Stadt Schwabach.

In Berlin anderseits offeriert die revitalisierte Arminiusmarkthalle, ein Ort für Genussmanufakturen und Events, Kunst und Kultur, seit 2010 neben einer Kombination aus traditionellen Marktständen mit frischen, handgemachten Lebensmitteln ebenso ein vielfältiges Angebot an Bars, Cafés und Restaurants.

Die SFC: „Agora 2.0“ – Versammlungsplatz der Neuzeit für alle Produzenten, Macher und Trucker

Die SFC Street Food Convention bietet Produzenten, Foodtruckern und Streetfood-Händlern die wunderbare Möglichkeit ihr Netzwerk zu erweitern, zu diskutieren und kreative Konzepte zu erarbeiten, um die Streetfood-Szene sinnlicher und erfolgreicher zu gestalten. Und den Gästen außergewöhnliche kulinarische Erlebnisse zu schaffen und das Business weiter zu professionalisieren.

Die Street Food Convention ist der Treffpunkt der bewegten Esskultur – ganz ohne Konventionen. Nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa. Hier trifft sich die Street Food Szene, tauscht sich aus, nimmt Anregungen und Trends auf, diskutiert mitunter auch kritisch und entwickelt sich dadurch immer weiter !